Fachtagung zu Pflege und Altern von trans*- und inter*geschlechtlichen Menschen

Einladung zur Fachtagung zu Pflege und Altern von trans*- und inter*geschlechtlichen Menschen 19.-20.11.2021, Bremen

Wir  beschäftigen uns mit der Frage unseres eigenen Alterns als Teile der Gesellschaft und unserer trans*- und inter*geschlechtlichen Communities hier in Bremen.

Die Tagung ist aufgeteilt in einen ersten online Seminartag und einen Präsenstag vor Ort in Bremen.

Am Freitag stehen online Fachinputs und Diskussionen für Teilnehmende aus den Communities, aus der Pflegearbeit, aus der Ausbildung und dem Studium rund um Geriatrie und Pflege auf dem Programm.

Prof. Ralf Lottmann von der Hochschule Magdeburg Stendal wird in die Thematik der diskriminierungskritischen intersektionalen queeren Altenarbeit einführen.

Ihm folgen zwei Inputs zu queeren Altenprojekten, Felicitas Humburg berichtet von der Fachstelle queeres Altern in Berlin, über das vorangegangene Qualitätssiegelprojekt Lebensort Vielfalt der Schwulenberatung und die neue Arbeitsgruppe zu trans*Alten.

Der dritte Input kommt von Lothar Andrée von der AWO, die ein Modellprojekt zu queerem Altern abgeschlossen hat.

Dazu wird Lucie Veith von Intergeschlechtliche Menschen, e.V. aus ihren Erfahrungen im Beirat des Projektes kommentieren.

Am Nachmittag werden Modellprojekte kritisch bewertet und der Tag endet mit einer Podiumsrunde zu trans* und inter*Altern. Da wird zum Beispiel Nora Eckert, von TRIQ Berlin und vom Bundesverband Trans* zu Wort kommen.

Am Samstag werden vor allem die Menschen aus Communities, Pflege und Ausbildung, Seniorenvertretungen vor Ort in Bremen miteinander reden.

Ilka Christin Weiß wird über trans* und Pflege referieren und in Workshops reflektieren Teilnehmende die Inputs und Präsentationen, formulieren Überlegungen und Vorschläge, Fragen und Forderungen an die Politik in Bremen.

Haben Sie Rückfragen?  Melden Sie sich  bei uns. Doro[at]interberatung-bremen.de

Wir freuen uns auf die Sie. Bis dahin

doro* Giesche von Rüden

Anmeldung bis 31.10.2021 bei info[at]interberatung-bremen.de

Die Einladung gibt es auch hier als PDF

Gefördert durch:

Widerstandskraft? – Empowermentworkshop – 07.11.2021

Mehr gemeinsame Widerstandskraft? – Ja bitte! Empowerment-Workshop für trans* und/oder abinäre Menschen in Bremen & Umzu

Sonntag 7. November 2021 von 12.00 bis 18.00 Uhr im Alleins, Bremen

Workhop für Menschen ab 18 Jahren mit K* Stern, Hamburg

Noch gibt es freie Plätze

Wie kann ich als trans* und/oder abinäre Person gut für mich sorgen? Insbesondere, wenn ich mich aktivistisch für meine Rechte und die anderer aus den Communities einsetze. Geht das, ohne dauernd tapfer und innerlich hart sein zu müssen? In diesem Workshop erwartet dich eine Mischung aus Input-Impulsen, Austausch untereinander und Zeit für praktische kurze Körperübungen mit sich selbst. Ziel ist es, dein eigenes Selbsthilfe-Kit zu stärken und zu erweitern und in Verbindung mit anderen (aktivistischen) Menschen in Bremen zu sein.

Barrieren Hinweis

Die Räume sind nur über eine Treppe zu erreichen, es gibt leider keinen Fahrtstuhl.

Anmeldung

Die Veranstaltung ist gefördert von Trans*Recht e.V. Die Anmeldung ist mit einer Anmeldegebühr von 5 bis 60 Euro nach Selbsteinschätzung verbunden. Bei Interesse einfach melden bei anmeldung@trans-recht.de und du bekommst alle Details. Vorerfahrungen brauchst du nicht, Neugier ist günstig, ein mitgebrachter Nachmittagssnack und warme Socken ebenfalls.

Die Veranstaltung findet unter Beachtung von Corona-Schutzauflagen statt. Wir lüften, halten Abstand und tragen beim Bewegen durch den Raum Masken. Wir bringen Selbsttests mit, die alle bei Ankunft vor Ort machen. Falls die Veranstaltung Corona-bedingt online stattfinden muss informieren wir in der Woche davor.

Über K* Stern

K* Stern (ohne Pronomen) lebt queer und arbeitet als Heilpraktiker*in für (Körper)Psychotherapie in eigener Praxis für Einzelpersonen und Paare/Polybeziehungen in Hamburg oder online.  K* gibt Seminare und Workshops rund um die Themen Gesundheit, Geschlechtsidentität*en, Körper, Beziehung*en & Sexualität. K* stellt gern Räume zur Verfügung, in denen trans* und nichtbinäre Menschen sich miteinander verbinden und ihre Widerstandskraft stärken können. Mehr Infos unter www.praxis-kstern.de | facebook.com/ksternhamburg | instagram.com/ksternhamburg


Unterstützt durch:

 

21.07.2021 15-18Uhr- Tag der offenen Tür – trans* und inter* Beratung Bremen

Liebe Alle,

es ist fast soweit am Mittwoch machen wir unseren Tag der offenen Tür der trans* und inter* Beratung in Bremen.

Wann: 21.07.2021 15:00Uhr bis 18:00Uhr

Wo: Im Park in der Nähe von Am Wall 190 (siehe Karte)

Wir wollen die Chance nutzen und euch unsere, nicht mehr ganz so neuen Beratungsräume zeigen, über unsere Tätigkeit berichten und endlich mal wieder mit euch in Präsenz ins Gespräch gekommen. Wir würden uns freuen, wenn ihr diese Einladung gerne auch weiterleitet.

Dabei wollen wir natürlich trotzdem Vorsichtig sein und treffen uns daher Pandemie-bedingt in den Wall-Anlagen in der Nähe der Beratungsstellen (Am Wall 190) und schauen uns dann die Beratungsstelle mit euch in Kleingruppen an, denkt also bitte auch an Masken.

Wenn ihr an der Kreuzung Am Wall – Ostertorstraße – Altenwall seid findet ihr uns im angrenzende Park. Den genauen Punkt findet ihr auch auf der Karte:

Wir freuen uns auf.

trans* und inter* Beratung Bremen

 

Save The Date: Tag der offenen Tür

Liebe Mitglieder und liebe Gäste,

wir möchten euch gerne zum Tag der offenen Tür am Mittwoch den 21.07.2021 von 15-18:30Uhr einladen. Dabei wollen wir mit euch ins Gespräch kommen, über unsere Arbeit und die Besonderheiten der letzten Monate berichten und euch die Möglichkeit geben, unsere Beratungsräume anzuschauen, die wir seit Ende 2020 nutzen können.

Pandemiebedingt wollen wir versuchen, ein paar Tische und Stühle im Park in der Nähe aufzubauen und kleine Führungen durch die Beratungsstelle anzubieten.
Dabei werden wir natürlich auch Getränke und kleine Snacks anbieten.

Im Moment planen wir uns genau hier mit euch zu treffen:

 

Mehr dazu in Zukunft unter trans-recht.de und auf Facebook

Liebe Grüße

Mary, Ollie und Maike

LFT 2021

Wie viele schon mitbekommen haben, soll dieses Jahr in Bremen das Lesbenfrühlingstreffen stattfinden.

In den letzten Wochen gabe es viele Berichte, Stellungnahmen und Abgrenzungen zum LFT2021 zu lesen.

An dieser Stelle möchten wir euch nicht noch eine weitere Einschätzung und Begründung der Trans*Feindlichkeit geben. Wenn ihr in das Thema einsteigen wollt, empfehlen wir euch den Thread von Lou, zu lesen unter:
https://twitter.com/epicLouT/status/1383751643246731273?s=20&fbclid=IwAR1I0DjWOJdmt_nYEWxQv4MJzL_VNgZqjNvt0wDI_BoebMorKA_A57h4I-Q
Vielen Dank an Lou für die Arbeit, die in diesen Thread geflossen ist.

Damit haben sich die Befürchtungen, die wir und verschiedene andere Menschen schon lange hatten, die aber damals noch nicht so leicht zu beweisen waren, erfüllt und das LFT2021 ist eine durch und durch trans*feindliche Veranstaltung geworden.
Das verurteilen wir als Vorstand von Trans*Recht e.V. und schließen uns der umfassenden Kritik von Lou an.

Wir begrüßen die Auseinandersetzung mit der offenen Trans*Feindlichkeit des LFT2021 und die daraus erwachsene Ablehnung gegen diese Positionen. Wir sind positiv überrascht von der eindeutigen Distanzierung und Kritik verschiedener lesbischer Vereine, Gruppen und Zusammenschlüsse, zum Beispiel Belladonna aus Bremen, Lesbenring e.V. und Dyke*March Germany sowie der Distanzierung durch die Senatorin für Frauen und Gesundheit Bremen und die Magnus Hirschfeld Stiftung.
Neben dem Bundesverband Trans und der DGTI haben sich unzählige weitere trans*aktivitsische Vereine, Gruppen und Personen zum LFT geäußert und das Programm und die Trans*Feindlichkeit verurteilt. So wie wir jetzt auch.

Allerdings müssen wir uns an der Stelle fragen, hättet die lesbische Community uns auch schon zu Beginn des Jahres zugehört? Als es in trans*aktiven Kreisen schon Bedenken gab oder brauchte es die explizite Nennung der eigenen Trans*Feindlichkeit durch das LFT, ein Trans*Feindlichkeit die sich nicht mehr leugnen lässt? Die Red-Flags waren für uns schon 2020 da und leider hatten wir Recht.

Abschließend bleibt die Hoffnung auf eine gestärkte Solidarität in der queeren Szene und die Akzeptanz von trans* und nicht-binären Personen in der lesbischen Community.

Trans* und inter* Menschen inkludieren – Online Fortbildungspaket

Hier möchten wir eine Fortsbildungsreihe teilen, die in den letzten Monaten mit uns gemeinsam Entstanden ist, aber hauptsächlich von Initiative zur sozialen Rehabilitation e.V. entstanden ist.

Hier findet ihr die Beschreibung auch als PDF zum herunterladen und teilen.

Trans* und inter* Menschen inkludieren Online-Fortbildungspaket für Mitarbeitende aller Organisationen und Fachbereiche des (sozial-) psychiatrischen Hilfesystems Bremen.

 

Warum geht geschlechtliche Vielfalt alle etwas an?
Und was bedeutet eigentlich trans* und inter*?

Die Auseinandersetzung mit geschlechtlicher Vielfalt ist nicht nur ein aktueller Trend. Sie versucht die vielen trans* und inter* Menschen in der Gesellschaft, inklusive dem (sozial-) psychiatrischen Hilfesystem, sichtbarer zu machen. Trotzdem bestehen weiterhin strukturelle Barrieren, Diskriminierung und Zugangserschwernisse für trans* und inter* Menschen.

Diese Hürden können jedoch nur abgebaut werden, wenn Sensibilisierung für die Thematik und Praxisstrategien sowohl auf persönlicher als auch struktureller Ebene entwickelt werden. Erst dann können auch trans* und inter* Menschen an einer selbstbestimmten Nutzung des Bremer Hilfesystems teilhaben.

Was bietet das Fortbildungspaket?

Das Fortbildungspaket besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen, welche kostenfrei und online über Zoom angeboten werden. Die Module identifizieren die Berührungspunkte der jeweiligen Fachbereiche mit trans* und inter* Menschen und vermitteln mehr Sicherheit im Umgang. Im gemeinsamen Austausch unter Fachkräften aus gleichen sowie unterschiedlichen Fachbereichen werden Strategien für den Praxisalltag entwickelt.

Zielgruppe

Modul 1 und 2 richten sich an alle Mitarbeitenden aller Organisationen im sozialpsychiatrischen Versorgungssystem. Dies umschließt alle Fachbereiche, unter anderem Pflege, Betreuung, Therapie/Behandlung, Verwaltung, Qualitätsmanagement, Fürsprache sowie Leitungsebenen.

Das Modul 3 richtet sich an Leitungsfachkräfte aus allen Fachbereichen und Organisationen, die an M1 und M2 teilgenommen haben.

Kosten
Die Teilnahme an den 2021 angebotenen Modulen ist kostenfrei.

Module

M1: Mehr Sicherheit im Umgang mit trans* und inter* Menschen erlangen

Das Modul vermittelt Kenntnisse zu grundlegenden Unterschieden zwischen trans* und inter* Menschen sowie Überschneidungspunkten zwischen ihnen. Es macht unterschiedliche Herausforderungen sichtbar, denen trans* und inter* Menschen im persönlichen Kontakt, sowie auf rechtlicher, medizinischer und struktureller Ebene begegnen. Außerdem werden leicht umsetzbare Empfehlungen thematisiert, wie diesen Herausforderungen auf individueller Ebene begegnet werden kann.
Zielgruppe: Mitarbeitende aller Organisationen und Fachbereiche im (sozial-)psychiatrischen Versorgungssystem

M2: Gleichberechtigte Versorgung von trans* und inter* Menschen erarbeiten

Das Modul identifiziert Barrieren im (sozial-) psychiatrischen Hilfesystem, die eine gleichberechtigte Versorgung von trans* und inter* Menschen erschweren oder sogar verhindern. Es findet eine Vertiefung des Austausches zur Inklusion von trans* und inter* Menschen in den konkreten Praxisalltag der jeweiligen Arbeitsfelder statt. Hier werden Empfehlungen erarbeitet, die nicht nur als Individuum sondern auch im Team und als Entscheidungsträger*innen auf leichtem Wege umgesetzt werden können.
Zielgruppe: Mitarbeitende aller Organisationen und Fachbereiche im (sozial-)psychiatrischen Versorgungssystem

M3: Strukturelle Verankerung und Umsetzung

Das Modul erarbeitet auf der Organisationsebene die konkrete Umsetzung von nachhaltigen Strukturen zum Abbau der in M2 identifizierten Barrieren. Gemeinsam werden Ziel- und Handlungspläne zur Versorgung von trans* und inter* Menschen für die jeweiligen Fachbereiche entwickelt.
Zielgruppe: Leitungskräfte aller Organisationen und Fachbereiche im (sozial-) psychiatrischen Versorgungssystem

Auswahltermine

Modulblock A
M1: 23.06.2021 09:30–13:30 Uhr
M2: 28.06.2021 14:30–18:00 Uhr

Referent*innen: Freyja Pe* von Rüden (M1), Doro* Giesche-von Rüden (M1),
Annette Güldenring (M2), Luan Pertl (M2)

Modulblock B
M1: 21.09.2021 13:00–17:00 Uhr
M2: 27.09.2021 14:30–18:00 Uhr

Referent*innen: Freyja Pe* von Rüden (M1), Doro* Giesche-von Rüden (M1),
Annette Güldenring (M2), Luan Pertl (M2)

Modulblock C
M1: 02.11.2021 09:30–13:30 Uhr
M2: 11.11.2021 09:30–13:00 Uhr

Referent*innen: Freyja Pe* von Rüden (M1), Doro* Giesche-von Rüden (M1),
Luan Pertl (M2), Caan Hollenbach (M2)

Modulblock D
M1: 15.11.2021 09:30–13:30 Uhr
M2: 23.11.2021 09:30–13:00 Uhr

Referent*innen: Freyja Pe* von Rüden (M1), Doro* Giesche-von Rüden (M1),
Luan Pertl (M2), Caan Hollenbach (M2)
Termine für M3 finden 2022 statt.

Referent*innen

Freyja Pe* von Rüden arbeitet als Beraterin für die Trans*Beratung in Bremen und der niedersächsischen Weser-Ems-Region. Sie ist systemische Beraterin (DGSF) und hat eine eigene trans* Biographie.

Doro* Giesche-von Rüden ist als Berater*in in der Interberatung Bremen tätig. Doro* ist Mediator*in und Heilpraktiker*in für Psychotherapie. Doro* ist inter*.

Luan Pertl ist seit vielen Jahren Intersex Aktivist*in in Österreich und Deutschland mit den Schwerpunkten Peerberatung und Bildungsarbeit und arbeitet ebenso für die Organisation Intersex International Europe (OII Europe).

Annette Güldenring ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychosomatik und leitet als Oberärztin am Westküstenklinikum Heide die Transgenderambulanz sowie die Psychiatrische Institutsambulanz. Sie ist seit 1979 aktiv in der Transgenderbewegung in Deutschland und publiziert seitdem wissenschaftliche Beiträge zur Gesundheitsversorgung von trans* Menschen.

Caan Hollenbach (BSc Psychologie) co-leitet das Projekt Doing Gender, arbeitet im Lehrgebiet Community Psychology der Fernuniversität Hagen und ist genderqueer.

Wer organisiert das Fortbildungspaket?

Das Projekt Doing Gender der Initiative zur sozialen Rehabilitation e.V. ist ein durch die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz gefördertes Modellprojekt. Das Projekt, so wie auch das Fortbildungspaket, entstand in der Zusammenarbeit mit der AG Gender. Die AG Gender ist ein Zusammenschluss von Akteur*innen des (sozial-) psychiatrischen Hilfesystems. Dort wurden 2011 die Gender Leitlinien für die psychiatrische Versorgung in Bremen entwickelt.

Anmeldung
Anmeldung und Rückfragen unter: doing.gender@izsr.de
Bitte nennen Sie bei Ihrer Anmeldung den gewünschten Modulblock, Ihre Organisation und Ihren Fachbereich (z. B. Empfang einer Klinik, ambulante Betreuung im Bereich Sucht)
Weitere Informationen unter: izsr.de/doing-gender

Trans* Day Of Visibility 2021

Heute ist wieder der Trans*Day Of Visibility.

Wir hatten letztes Jahr einen schönen Plan gemacht, mit Kino, Kuchen und Spaß für die Community, für euch und uns. Dann kam die Pandemie und es ist leider nichts draus geworden. Dieses Jahr das Gleiche, der Plan aus dem letzten Jahr liegt immer noch in der Schublade. Die Filmrechte haben wir immer noch. Die Pandemie ist leider auch immer noch da und die Politik scheint wenig Rücksicht auf queere Wahlfamilien zu legen und viel Regeln basieren auf einem klassischem Familienbild.

Was ist sonst passiert in diesem Jahr? In der Bundespolitik leider nicht viel. Wir haben immer noch dieses menschrechtsverachtende Gesetz mit dem Namen TSG (Transsexuellengesetz) aus dem Jahr 1980. Das muss weg und durch eine Regelung ersetzt werden, die es Trans*Personen ermöglicht, selbstbestimmt ihren Geschlechtseintrag zu ändern.

Die Politik in UK, Polen, Ungarn und vielen anderen Staaten ist besorgniserregend und die Sichtbarkeit von Trans*Personen, die wir heute eigentlich zelebrieren wollen, wird in diesen Staaten immer mehr zum Problem.

Unsere Solidarität geht daher heute auch an alle Trans*Personen, für die Sichtbarkeit kein Grund zum Feiern ist, sondern zu Angst und Bedrohungen führt.

Aber wie geht es uns und wie sieht es in Bremen und umzu aus?

Uns geht es ganz gut, die Pandemie hinterlässt auch bei uns Spuren und wir vermissen das Community-Feeling im Kweer, im Park oder einfach mal so. Aber wir konnten im letzten und diesem Jahr die Beratungsstelle ausbauen, dadurch bieten wir jetzt auch Beratungen in Bremerhaven und Bremen Nord an und sind Träger der Interberatung Bremen geworden.

Leider ist die Gesundheitsversorgungslage in Bremen immer noch ein angespanntes Thema, dass auch immer wieder in Beratungen vorkommt. Da muss die Politik handeln und bessere Bedingung für trans*, inter und nicht-binäre Personen schaffen.

Und umzu?

In Niedersachsen starten wir gerade ein auf 2 Jahre angelegtes Projekt zur Sensibilisierung von Multiplikator*innen und bieten weiterhin Beratungen an.

Wir wünschen euch Allen eine wunderbaren TDOV und freuen uns euch bald wieder zu sehen.

Wir sind erreichbar

Wir wissen, dass Weihnachten gerade für queere Personen oft keine einfache Zeit ist. Der bevorstehende “harte Lockdown” macht es nicht einfacher.

Daher ist die Trans*Beratung bei Krisensituationen auch an den Feiertagen telefonisch unter 0160-5889070 erreichbar.
Wir lesen auch unsere E-Mail.

Heiligabend: 18.00 bis 22.00

1. Weihnachtstag: 10.00 bis 12.00 | 17.00 bis 20.00

2. Weinachststag 10.00 bis 12.00 | 18.00 bis 20.00

Zwischen den Jahren sind wir telefonisch und per E-Mail normal erreichbar.
Wir wünschen euch allen möglichst angenehme Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Landesrektorenkonferenz Bremen – Unsere Einschätzung zur Namensänderung ohne VÄ/PÄ

Wir haben in den letzten Wochen mitbekommen, dass die Landesrektorenkonferenz der Bremer Hochschulen über die Möglichkeit einer Selbstbestimmten Namensänderung an Bremer Hochschulen beraten möchte.

Das begrüßen wir natürlich, da auch wir immer wieder fragen zum Thema bekommen und es bisher keine akzeptable allgemeine Regelung an allen Hochschulen im Land Bremen zu geben scheint.

Dazu haben wir eine Einschätzung an die Landesrektorenkonferenz geschickt, diese könnt ihr entweder hier als PDF herunterladen oder im folgenden als Text lesen:

 

Sehr geehrte Mitglieder der Landesrektorenkonferenz,

wir haben in den letzten Wochen mitbekommen, dass auf der Ladensrektorenkonferenz am 07.12.2020 über einheitliche Regeln zur selbstbestimmten Änderung des Vornamens, der Anrede und des Geschlechts von Studierenden und Angestellten der Bremer Hochschulen beraten werden soll.

Darum möchten wir Ihnen hiermit unsere Einschätzung und Material für die Beratung mit auf den Weg geben. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die Studierenden im Land Bremen.

Die Frage, ob und in welchem Umfang trans*, inter und nicht-binäre Menschen im Hochschulkontext benachteiligt und diskriminiert werden, werden wir dabei nicht erörtern. Wir setzen voraus, dass sich die Landesrektorenkonferenz damit beschäftigt hat und zum selben Schluss kommt wie wir: Es gibt eine Diskrimnierung und systematische, struktuell bedingte Benachteiligung trans*, inter und nicht-binären Menschen an Hochschulen.

Um allen Studierenden gleichermaßen gute Studienbedingungen zu gewähren, sind Barrieren, die Diskriminierung fördern und die die Gesundheit oder Teilhabe gefährden unbedingt abzubauen.

Im aktuellen Fall der Korrektur von Namen, Anrede und Geschlechtseintrag wird die Diskriminierung vor allem durch die Gesetzgebung des Bundes hervorgerufen, gleichzeitig bietet die aktuelle Rechtslage, das Namensrecht, ausreichend Freiraum und erlaubt eine selbstgewählte Vornamensführung ohne eine vorherige Registerdatenänderung/-korrektur. Des Weiteren ist die Selbstorganisation der Hochschulen ausreichend geschützt und rechtlich abgesichert, um die gleichen Zugangsvoraussetzung für trans*, inter und nicht-binäre Studierende und aller anderen, die über ihren eigene Vornamen im Alltag entscheiden, durch entsprechende eigene Regelungen zu schaffen.

Mit dem bestehenden Sachverhalt beschäftigen sich seit mehreren Jahren verschiedene Stellen, wir stützen uns daher vor allem auf die Handlungsempfehlungen der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof).

Die Sachlage wurde innerhalb der bukof auf der Grundlage der aktuellen Forschungslage erörtert, es wurden Interessen- und Betroffenenverbände mit einbezogen und es gab eine umfassende Einschätzung der rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Daher empfehlen wir nachdrücklich, den Handlungsempfehlungen der bukof zu folgen, um die Geschlechtervielfalt an Hochschulen in Bremen zu stärken und sichtbar zu machen.

Die gesammelten Handlungsempfehlungen finden sie unter:

https://bukof.de/service/handlungsempfehlungen-fuer-geschlechtervielfalt-an-hochschulen/

Besonders hervorheben möchten wir die folgenden Handlungsempfehlungen:

  1. Allen Mitgliedern und Angehörigen einer Hochschule, deren Namen und Geschlecht von dieser erfasst und verwaltet werden, muss die Möglichkeit offenstehen, Namen und Geschlechtseintrag zu ändern.
  2. Das Verfahren für Änderungen des Namens und des Geschlechtseintrags an Hochschulen erfolgt möglichst barrierearm, transparent und mit geringem bürokratischem Aufwand. Stets zu beachten ist dabei das Recht auf geschlechtliche Selbstauskunft der betreffenden Personen.
  3. Ein Antrag auf Namensänderung kann jederzeit ohne Voraussetzung gestellt werden. Dabei sollte der Weg Studierenden und Mitarbeitenden der Bremer Hochschulen gleichermaßen offen stehen.
  4. Die Namensänderung basiert allein auf der Selbstaussage der antragstellenden Person, ist also auch ohne amtliche Änderung nach TSG, § 45b PStG, NamÄndG und auch ohne Ergänzungsausweis (dgti) möglich.
  5. Das Verfahren zur Änderung des Namens und des Geschlechtseintrags ermöglicht es der Hochschule und den Antragstellenden, dass alle zu einer Person gehörenden Daten und Dokumente innerhalb der Hochschule einheitlich unter dem richtigen (“neuen”) Namen geführt werden.
  6. Zeugnisse und Urkunden werden (auch nachträglich) auf den im Rahmen einer Änderungsanzeige angegebenen Namen ausgestellt.
  7. Hochschulinterne Informationsverwaltungssysteme sowie Lehr- und Lernsysteme werden auf Geschlechtervielfalt umgestellt.
  8. Digitale Erfassungssysteme bieten neben den Einträgen „männlich“ und „weiblich“ mindestens auch die Optionen „divers“ und „keine Angabe“ und entsprechende Anrede-Optionen (Herr/Frau/Guten Tag) oder verwenden für alle Personen Anreden ohne Geschlechterbezug (“Guten Tag”).

Alle Handlungsempfehlungen sollten dabei schon im Bewerbungsprozess greifen, so dass ggf. gar nicht erst falsche (“alte”) Namen in der Datenerfassung abgefragt werden. Es sollte unbedingt verhindert werden, dass nicht mehr verwendete Namen rückverfolgt werden können.

Außerdem sollten die Informationen zur Namens-, Geschlechts und Anredeänderung für Studierende oder Studieninteressierte sowie Beschäftigte in Forschung, Lehre und Verwaltung öffentlich einsehbar und leicht aufzufinden sein.

Lösungen, die nur “intern” oder nur für einen Teil der Dokumente Verbesserungen der Diskriminierungssituation herstellen, sind keine adäquate Lösung für Bildungszugang, Teilhabe und Gesundheitsschutz der betroffenen Personen, und sind daher nicht Teil unsere Handlungsempfehlungen oder der Handlungsempfehlungen der bukof.

Zur Rechtssicherheit der Handlungsempfehlungen möchten wir im Folgenden ergänzend auf verschiedene Fachbeiträge dazu verweisen:

Das Bundesfamilienministerium, welches zwischen 2014 und 2017 die Grundlagen für die anstehende Neuregelung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in einem interministeriellen Prozess zusammgetragen und erörter hat, erklärt in seiner Informationsplattform  “Regenbogenportal”: Es gibt keine Pflicht im Alltag, jenen Vornamen zu verwenden und jenes Geschlecht anzugeben, welcher bzw. welches im Personenstandsregister eingetragen ist.

Auch Kauf-, Miet- oder Arbeitsverträge können mit selbst gewähltem Vornamen unterschrieben werden, ohne dadurch an Gültigkeit zu verlieren.

Überhaupt gibt es nur wenige Ausnahmefälle, in denen der gesetzliche Name verwendet werden muss – nämlich wenn vor Gericht, gegenüber Polizei, Behörden oder einer_einem Notar_in die Identität einer Person festgestellt werden soll.

(Quelle: https://www.regenbogenportal.de/informationen/vornamen-und-geschlechtseintrag-aendern-alternativen-zum-tsg)

Darüber hinaus hat die vom BMFSFJ in diesem Informationsbeitrag referenzierte Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS Bund) schon 2016 eine auf die Hochschulen und ihre Pflichten und Aufgaben fokussierte rechtliche Einschätzung zur Verfügung gestellt. Darin heißt es:

“In internen Angelegenheiten kann die Hochschule ohne rechtliche Bedenken den selbst gewählten Namen einer trans*Person anstelle des amtlichen Vornamens verwenden. Hierzu zählen alle Angelegenheiten, die innerhalb der Hochschule bleiben und keine Außenwirkung entfalten sollen, etwa die Anrede in E-Mails, die Immatrikulation oder Führung von Hochschulunterlagen.”

Im Weiteren werden die möglichen Tatbestände von Urkundenfälschung, Falschbeurkundung, bis Betrug beleuchtet, wenn es um Studierendenausweise und Zeugnisse oder Abschlussurkunden geht. Diese Tatbestände werden ch die Verwendung eines anderen Vornamens, als im Personenstandsregister zur Zeit der Ausstellung staatlicherseits geführt wurde.

Das Fazit des ADS-Fachbeitrags lautet:

“Festzuhalten bleibt, dass für die Hochschule grundsätzlich keine rechtlichen Bedenken dagegen bestehen, bei trans*Studierenden vollumfänglich deren selbst gewählten, (noch) nicht amtlich geänderten Vornamen zu verwenden.

Für die konkrete Schaffung entsprechender Richtlinien erscheint letztlich aber eine Absprache der Hochschulen mit dem Senat in Berlin beziehungsweise den jeweils zuständigen Landesministerien interessen- und sachgerecht.”

(Quelle: http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/Literatur_Bildung/Name_Trans_Studierende.pdf)

Ausgehend von den Handlungsempfehlungen der bukof, den Rechtseinschätzungen der ADS und des BMFSFJ und unserer eigenen Erfahrungen und Expertise zum Thema empfehlen wir der Landesrektorenkonferenz Bremen folgende Schritte:

  • So noch nicht im Vorfeld der LRK geschehen: Prüfung der technischen Umsetzbarkeit der bukof-Lösungen
  • Rückmeldung an uns über das Ergebnis der Landesrektorenkonferenz
  • Planung und Umsetzung der Handlungsempfehlungen mit allen Beteiligten an den jeweiligen Hochschulen und transparente, öffentliche Information über gesteckte Ziele, die Planung im groben Umriss und Stand der Umsetzung.

Ein in Bremen geltender Standard für alle Hochschulen und eine schnelle Umsetzung (das AGG ist seit 2006 in Kraft, das Personenstandsrecht wurde 2013/2018 ergänzt) sollte unseres Erachtens Ziel des Prozesses sein. Wenn Sie Fragen haben oder bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen Unterstützung wünschen, sind wir bereit unsere Erfahrungen und Expertise einzubringen oder Ihnen entsprechende Fachleute zu empfehlen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Trans*Recht e.V.

Bremen den 01.12.2020

 

 

Trans* in Beziehung – Selbsterfahrungswochenende zum Thema Körperlichkeit und Sexualität

Samstag 7.11.2020 und Sonntag 8.11.2020 jeweils von 10 bis 18 Uhr – online

Mit  Ines Voigts.

Dieses Wochenende richtet sich an Paare und andere Beziehungskonstellationen, bei denen mindestens eine Person trans*, nichtbinär oder gendernonkonform ist. Alle sexuellen Orientierungen, Beziehungskonstellationen und Gender-Identitäten sind willkommen, unabhängig davon an welchem Punkt ihres (Transitions)Weges sie sich befinden. Wir wenden uns den The­men Lust und Sexualität_en in einem achtsamen Rahmen und in klei­ner Gruppe zu:

  • Was bedeutet Lust für mich? Wie zeigt sie sich in unserer Beziehung?
  • Wo erleben wir Lust und Neugierde, wo Frust und Schmerz?
  • Wie kann ich mich für mich selbst und mein Gegenüber öffnen?
  • Was wünsche und ersehne ich mir in unserer Beziehung?
  • Wie kommuniziere ich Grenzen und Wünsche?

Wir setzen uns gemeinsam mit diesen und ähnlichen Fragen ausein­ander, um der Lust auf die Spur zu kommen. Das Seminar ist erfahrungsorientiert: Kreative und körperthe­rapeutische Methoden, Bewegung, angeleitete Massagen, Übungen zur Selbstreflexion, Austausch im Paar und in der Gruppe.

Der Fokus liegt auf der Entfaltung der eigenen Erlebnisfähigkeit und dem Erkun­den eigener Wünsche und Bedürfnisse. Vorerfahrungen sind nicht notwendig, alle Übungen finden bekleidet statt. Alle Übungen sind trans*/nichtbinaritäts-sensibel konzipiert. Alle Teilnehmenden werden ermutigt selbst zu entscheiden wie sie die Übungen für sich gestalten und ggf. uminterpretieren. Neugier auf sich selbst und die eigene Beziehung ist günstig.

Praktische Infos:

  • Das Seminar findet online statt. Ihr könnt ein Tablet oder einen Laptop benutzen. Der Zoom-Raum ist ab 09.45 Uhr geöffnet, damit ihr die Technik ausprobieren könnt.
  • Wir behalten die Sicherheit des Zoom-Raumes natürlich im Auge, um allen eine ungestörte Teilnahme zu ermöglichen. Das Webinar wird durch ein Passwort geschützt sein. Bitte bemüht euch pünktlich zu sein, damit wir nach Veranstaltungsbeginn den Zoom-Raum für ungebetene Gäste sperren können.
  • Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass ihr euch als Paar/Beziehungspersonen gemeinsam in einem Raum vor einem Gerät befindet, damit ihr die Körperübungen ausprobieren könnt.
  • Zieht euch in einen Raum zurück, in dem ihr ungestört sein könnt.
  • Zieht gern bequeme Kleidung an und stellt euch etwas zu trinken bereit.
  • Wenn während des Workshops Menschen online per Video zu sehen sind, entsteht oftmals mehr Gruppengefühl. Ihr könnt für euch selbst entscheiden, ob ihr während des Workshops eure Videokamera anlasst, so dass die anderen euch und den Raum, in dem ihr seid sehen können.
  • Wir stehen, sitzen und liegen. Wenn es in eurem Raum möglich ist, schaut, dass ihr ausgestreckt auf dem Boden liegen könnt. Legt euch dafür eine weiche Unterlage bereit (z.B. Teppich, Isomatte, Decke, Handtuch).
  • Für die Selbstreflexion kann es hilfreich sein, sich Schreibmaterial bereitzulegen.

Anmeldung:

Die Plätze sind begrenzt auf maximal 6 Paare/12 Teilnehmende.
Bitte meldet euch nicht allein an, sondern mindestens zu zweit als Paar/Beziehung.
Die Veranstaltung wird finanziert von Trans*Recht e.V.  Zur Anmeldung ist eine Gebühr von 5€ pro Paar/Beziehung erforderlich. Fragen und Anmeldung bitte per Mail an anmeldung@trans-recht.de

Über uns:

Ines Voigts arbeitet als Sexualpädagogin/-therapeutin, Heilpraktikerin und körperorientierte Kunsttherapeutin in Hamburg. Ist zusätzlich weitergebildet in Traumatherapie, Meditation & Achtsamkeit, Tantra & Körperarbeit. Begleitet Einzelpersonen und Paare in eigener Praxis und gibt Fortbildungen und Seminare zu den Themen Selbstliebe, Sexualität und Partner*innenschaft. www.lustvollsein.de