LFT 2021

Wie viele schon mitbekommen haben, soll dieses Jahr in Bremen das Lesbenfrühlingstreffen stattfinden.

In den letzten Wochen gabe es viele Berichte, Stellungnahmen und Abgrenzungen zum LFT2021 zu lesen.

An dieser Stelle möchten wir euch nicht noch eine weitere Einschätzung und Begründung der Trans*Feindlichkeit geben. Wenn ihr in das Thema einsteigen wollt, empfehlen wir euch den Thread von Lou, zu lesen unter:
https://twitter.com/epicLouT/status/1383751643246731273?s=20&fbclid=IwAR1I0DjWOJdmt_nYEWxQv4MJzL_VNgZqjNvt0wDI_BoebMorKA_A57h4I-Q
Vielen Dank an Lou für die Arbeit, die in diesen Thread geflossen ist.

Damit haben sich die Befürchtungen, die wir und verschiedene andere Menschen schon lange hatten, die aber damals noch nicht so leicht zu beweisen waren, erfüllt und das LFT2021 ist eine durch und durch trans*feindliche Veranstaltung geworden.
Das verurteilen wir als Vorstand von Trans*Recht e.V. und schließen uns der umfassenden Kritik von Lou an.

Wir begrüßen die Auseinandersetzung mit der offenen Trans*Feindlichkeit des LFT2021 und die daraus erwachsene Ablehnung gegen diese Positionen. Wir sind positiv überrascht von der eindeutigen Distanzierung und Kritik verschiedener lesbischer Vereine, Gruppen und Zusammenschlüsse, zum Beispiel Belladonna aus Bremen, Lesbenring e.V. und Dyke*March Germany sowie der Distanzierung durch die Senatorin für Frauen und Gesundheit Bremen und die Magnus Hirschfeld Stiftung.
Neben dem Bundesverband Trans und der DGTI haben sich unzählige weitere trans*aktivitsische Vereine, Gruppen und Personen zum LFT geäußert und das Programm und die Trans*Feindlichkeit verurteilt. So wie wir jetzt auch.

Allerdings müssen wir uns an der Stelle fragen, hättet die lesbische Community uns auch schon zu Beginn des Jahres zugehört? Als es in trans*aktiven Kreisen schon Bedenken gab oder brauchte es die explizite Nennung der eigenen Trans*Feindlichkeit durch das LFT, ein Trans*Feindlichkeit die sich nicht mehr leugnen lässt? Die Red-Flags waren für uns schon 2020 da und leider hatten wir Recht.

Abschließend bleibt die Hoffnung auf eine gestärkte Solidarität in der queeren Szene und die Akzeptanz von trans* und nicht-binären Personen in der lesbischen Community.